Monte Verità / Raumdeutungen

Juliette Villemin



QUARTETT

Zeichnung von Rudolf von Laban Eine Zeichnung von Laban aus dem Jahr 1915 wird als Ausgangspunkt für das Quartett verwendet. Vier parallel gestellte Figürchen, die wie Tiere kriechen. Nach dem ersten Blick entdeckt man die Unterschiede innerhalb der starken Ähnlichkeiten; sie scheinen sich zu vermeiden, doch es gibt unvermeidliche Verbindungen. Mary Wigman spricht in ihrer Autobiografie über ihr Ankommen am Monte Verità im Jahre 1913, dass sie das Gefühl gehabt hätte nach Hause gekommen zu sein und sich unter dem Diktat der Trommel Labans befreit gefühlt habe. Die Dichotomie von Abhängigkeit und Unabhängigkeit in Verbindung mit dem Raum, welchen wir suchen und finden, erspüren die Tänzerinnen im Stück auf der Suche nach dem Ort des Selbst.
Tanz: Marina Grün, Élodie Laurière, Sawako Nunotaki, Kira Senkpiel
Bildnachweis: Zeichnung von Rudolf von Laban / Nachlass Perrottet

DUO

Thema dieses Stückes ist das Spiel mit der Kinesphäre. Die Wahrnehmung des Umraumes und das Spiel mit den drei Bewegungsebenen wurden am Monte Verità untersucht, erste intuitive Experimente zu diesem Thema haben dort statt gefunden. Das utopische Spiel, eine Kinesphäre für zwei Körper, gibt Impulse zu diesem Duo-Solo.
Tanz: Marina Grün, Kira Senkpiel


Juliette Villemin wurde in Bilbao, Spanien, im Klassischen Ballett ausgebildet und erhielt ihren Master of Arts in zeitgenössischer Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a.M. Seit 2001 lebt sie in Stuttgart und arbeitet als zeitgenössische Tänzerin, Tanzdozentin und Choreografin.