Monte Verità / Raumdeutungen

Katja Wulff (1890 – 1992)



»Ich will Ihnen kurz sagen, was ich finde, das entwickelt werden muss: der Sinn für die Dreidimensionalität der Bewegung, der Sinn für Stil, der Sinn für Komposition. Und durch und mit allem: der Sinn für Qualität.«

Katja Wulff beim 2. Deutschen Tänzerkongress in Essen (1928), Deutsches Tanzarchiv Köln (1986).

Katja Wulff hatte bereits als Zeichen- und Turnlehrerin in Hamburg gearbeitet, als sie 1913/14 Tanzunterricht bei Gertrud Falke nahm. 1914 absolvierte sie zusammen mit den Falke-Schwestern bei Rudolf von Laban einen Sommerkurs auf dem Monte Verità. Ab 1916 studierte sie Tanzpädagogik an der Labanschule für Bewegungskunst in Zürich, wo sie auch als Assistentin in der Lehre mitwirkte. Während ihres Tanzstudiums war sie auch mit Tänzen und Rezitationen an Dada-Soireen beteiligt. 1918 erhielt sie ihr Diplom für Pädagogik in tänzerischem Turnen und Kunsttanz und übernahm für kurze Zeit in Suzanne Perrottets Schule für Eurhythmie die Co-Leitung. 1923 gründete Katja Wulff ihre eigene Ausbildungsschule für Tanz und Gymnastik in Basel.


Bildnachweis: Zeichnungsausschnitte, Katja Wulff © Katja Wulff, courtesy Deutsches Tanzarchiv Köln