Monte Verità / Raumdeutungen

Mary Wigman (1886 – 1973)



»Und es war als käme ich nach hause! Ist mir unvergesslich geblieben, dies wunderbare Gefühl, mit dem ich da stand und plötzlich unter der Diktatur eines Trommelrhythmus glücklich und selig war.«

Mary Wigmann, zitiert nach Hedwig Müller (1986) Mary Wigman, Leben und Werk der großen Tänzerin. Berlin/Weinheim, S.39.

Mary Wigman war bereits diplomierte Lehrerin für Rhythmische Gymnastik (Lehrweise Dalcroze), als sie 1913 an Labans Sommerkurs auf dem Monte Verità teilnahm. Dort hatte sie dann Labans Ratschlag befolgt und entschieden, eine Künstler-Laufbahn einzuschlagen und Tänzerin zu werden. Sie wurde Labans Assistentin und zog nach München. Nach dem Ausbruch des ersten Weltkriegs unterrichtete sie an der Laban-Schule für Bewegungskunst in Zürich. 1919 hatte sie in Hamburg und Dresden den Durchbruch als Tänzerin geschafft und gründete 1920 in Dresden ihre eigene Schule.


Bildnachweis: Zeichnung von Mary Wigman (1912) / Nachlass Perrottet